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Magnetresonanz-Tomographie (MRT)

Was leistet die Magnetresonanz-Tomographie?

Die Magnetresonanz-Tomographie, auch Kernspin-Tomographie genannt, dient der bildlichen Darstellung des Körpers in allen Abbildungsebenen ohne Anwendung von Röntgenstrahlen. Dies ist besonders bei Untersuchungen von Kindern vorteilhaft.

Die Bilder werden durch einen starken Magneten, wir setzen ein 1,5-Tesla-Gerät ein, der mit einem aufwändigen Computersystem verbunden ist, erzeugt: Millionen von Atomen im menschlichen Körper reagieren wie Einzelmagnete, wenn sie einem magnetischen Feld ausgesetzt sind. Entlang der Feldlinien richten sie sich im Erdmagnetfeld nach Norden wie eine Kompassnadel aus. Durch die Einstrahlung von Radiowellen mit einer bestimmten Frequenz werden diese kleinen Magnete aus der Feldrichtung ausgelenkt und nehmen dadurch Energie von den Radiowellen auf.

Nach Ausschalten der Radiowellen drehen sich die Atome wieder in die Magnetfeldrichtung und geben dabei die aufgenommene Energie in Form schwacher Hochfrequenzsignale wieder ab. Eine hochempfindliche Antenne empfängt die Signale, die von einem Computer zu einem Bild umgewandelt werden.

Wie läuft eine MRT ab?

Vorbereitung

Sie werden auf einer Liege positioniert. Je nach Art der Untersuchung wird häufig noch eine spezielle Spule („Antenne“) um den zu untersuchenden Körperbereich angebracht. Manchmal ist es nötig, einen venösen Zugang zu legen, damit später Kontrastmittel gespritzt werden kann, ohne die Untersuchung zu unterbrechen.

Durchführung

Dann werden Sie in den Untersuchungstunnel des Gerätes gefahren. Dieser ist auf beiden Seiten offen, innen beleuchtet und gut durchlüftet. Sie erhalten einen Klingelknopf, mit dem Sie sich bemerkbar machen können. Zu jeder Zeit haben Sie Sprechkontakt zum Untersucher. Während der Untersuchung sollten Sie ruhig und entspannt liegen. Sie hören starke Klopfgeräusche, die völlig normal sind und von elektromagnetischen Schaltungen herrühren. Aufgrund der hohen Lautstärke bekommen Sie Ohrstöpsel bzw. Kopfhörer.

Es ist sehr wichtig, dass Sie ruhig liegen, denn durch Bewegungen können die Bilder unbrauchbar werden, so dass die gesamte Untersuchung wiederholt werden muss. Sollten Sie zu Platzangst neigen, kann Ihnen vorher ein Beruhigungsmittel gespritzt werden. Nach der Untersuchung sind Sie dann aber nicht mehr verkehrstüchtig. In manchen Fällen ist es notwendig, „Kontrastmittel“ (paramagnetische Substanzen) zu verabreichen, um aussagekräftigere Bilder zu erhalten bzw. Entzündungen oder Tumore nachweisen/ausschließen zu können.

Worauf Sie unbedingt achten müssen:

Metallteile, die in das Magnetfeld gelangen, können zu Verletzungen führen! Sie müssen daher in der Umkleidekabine unbedingt alle Metallteile ablegen (z.B. Uhr, Brille, Ohrringe, Gürtel, Geld, Schlüssel, Scheckkartenetc.).

Bitte lesen Sie das spezielle Merkblatt, welches Sie für diese Untersuchung von unserem Anmeldeteam ausgehändigt bekommen und beantworten die dort gestellten Fragen!

Gibt es Einschränkungen für die Methode?

Die MRT ist bei bestimmten Personen nicht anwendbar. Befinden sich metallische Materialien (z.B. ein künstliches Hüftgelenk) im Untersuchungsfeld, so verursachen sie eine lokale Signalauslöschung. Eine Untersuchung dieses Körperabschnittes ist daher evtl. wenig ergiebig.

Um mögliche Risiken zu vermeiden, sollten Sie mitteilen, ob Sie einen Herzschrittmacher tragen; ob sich Metallteile in Ihrem Körper befinden (z.B. Metallprothesen, Gefäßclips, Metallsplitter im Auge, Granatsplitter); ob Sie am Herzen oder Kopf operiert wurden.

Bei einem Herzschrittmacher kommt eine MRT nicht in Frage, bei allen anderen Situationen wird der Arzt entscheiden, ob diese Untersuchung durchgeführt werden kann. Lesen Sie auch hierzu das spezielle Merkblatt, welches Sie für diese Untersuchung von unserem Anmeldteam ausgehändigt bekommen oder wenden Sie sich mit Ihren Fragen direkt an unser Praxis-Team.

Ist MRT besser als Röntgen?

Für bestimmte Untersuchungen, z.B. zur Darstellung des Gehirns, der Wirbelsäule mit dem Rückenmark und zur genauen Abbildung von Gelenken, ist sie den üblichen Untersuchungstechniken aufgrund der höheren Weichteilauflösung überlegen. Zudem ist es möglich, die untersuchte Region direkt in allen drei Bildebenen abzubilden. Bestimmte Strukturen können aus dem untersuchten Volumen selektiv herausgefiltert werden (z.B. Darstellung von Schlagadern). Für andere Fragestellungen und z.B. für Notfalluntersuchungen sind konventionelle oder spezielle Röntgenuntersuchungen gleich oder sogar besser geeignet.

Als „Kernspinmammographie“ gewinnt die Methode auch in der Diagnostik von Brusttumoren an Bedeutung, speziell wenn die Mammographie mit Röntgenstrahlen und die Ultraschalluntersuchung nicht zu klaren und eindeutigen Ergebnissen führen. Vorteile ergeben sich u.U. auch bei der Unterscheidung zwischen Narbengewebe und erneutem Tumorwachstum (z.B. nach Operation und Bestrahlung) und bei jüngeren Frauen mit sehr dichtem Drüsenkörper, der sich mit der Röntgenmammographie oft schlecht beurteilen lässt. Die MRT ersetzt dabei jedoch nicht die Mammographie und die Ultraschalluntersuchung.

Wie belastend ist die Untersuchung?

Eine Strahlenbelastung besteht nicht. Bei Anwendung des Kontrastmittels wurden gelegentlich geringfügige Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Allergien beobachtet.

Nach dem heutigen Wissensstand sind bei den angewendeten Magnetfeldstärken (bis zu 2,0 Tesla) schädigende Wirkungen nicht zu erwarten.