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Röntgen-Diagnostik

Was leistet die Röntgen-Diagnostik?

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen löste vor gut hundert Jahren eine medizinische Revolution aus: Mit ihrer Hilfe konnte man nun einfach „nachschauen“, was dem Patienten fehlte, ohne ihn aufzuschneiden. Und auch heute zählt das Röntgen zum täglichen Brot des Radiologen - mit gutem Grund: Es eignet sich hervorragend zur Darstellung vieler Erkrankungen und Verletzungen des Skelettsystems, zum Beispiel von Knochenbrüchen, aber auch anderer Diagnosefelder.

Was ist Röntgenstrahlung?

Bei Röntgenstrahlung handelt es sich – genau wie bei Licht oder Rundfunkwellen – um elektromagnetische Wellen. Anders als Licht ist Röntgenstrahlung jedoch für das menschliche Auge unsichtbar, denn ihre Wellenlänge liegt weit unterhalb des sichtbaren Spektrums.

Röntgenstrahlung ist sehr energiereich – so energiereich, dass sie Elektronen aus einem Atom herausstoßen kann. Diesen Vorgang nennt man Ionisierung. Die Ionisierung ist potenziell gefährlich für den Körper, weil die freigewordenen Elektronen die Zellen schädigen können.
Der Strahlenschutz – der verantwortungsvolle Umgang mit Strahlung – spielt daher eine wichtige Rolle bei jeder Röntgenuntersuchung.

Das Röntgenbild

Wegen ihrer extrem kurzen Wellen ist Röntgenstrahlung in der Lage, Materie zu durchdringen. Je nach Dichte des Stoffes gelingt ihr das unterschiedlich gut: Je dichter ein Stoff, desto mehr schwächt er die Röntgenstrahlen ab.

In der Medizin macht man sich diese Eigenschaft zunutze, um Einblicke ins Körperinnere zu erhalten: Röntgt man etwa eine Hand und fängt die Strahlen dahinter mit einer fotografischen Platte auf, erscheinen die Knochen hell, das Gewebe dunkler. Das Gewebe hat mehr Strahlung durchgelassen als die Knochen und dadurch wurde der Film an dieser Stelle stärker von der Strahlung geschwärzt.

Die Röntgenaufnahme war das erste Verfahren, das einen Blick in den Körper ohne Aufschneiden ermöglichte. Benannt wurde die Strahlung nach ihrem Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen, der 1895 eine Apparatur zur Erzeugung der Strahlen entwickelte und das erste „Röntgenbild“ anfertigte.

Auch nach über 100 Jahren zählt Röntgen zum täglichen Brot des Radiologen. Mit gutem Grund: Das Röntgen eignet sich hervorragend zur Darstellung vieler Erkrankungen und Verletzungen des Skelettsystems, zum Beispiel von Knochenbrüchen. Auch die sogenannte Übersichtsaufnahme des Brustkorbs (der „Röntgenthorax“) liefert den Ärzten wichtige Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten – von der Lungenentzündung bis zur Herzerkrankung, vieles lässt sich auf dieser radiologischen Standardaufnahme erkennen.

Seit der Entdeckung der Röntgenstrahlen wurde die Technik ständig weiterentwickelt und verbessert: So zum Beispiel durch die Einführung von Film-Folien-Kombinationen, bei denen der Röntgenfilm mit Verstärkerfolien versehen wurde. Die Verstärkerfolien führten dazu, dass eine bessere Bildqualität bei wesentlich geringerer Strahlendosis erzielt werden konnte.

Bei der digitalen Radiographie, die sich in den letzten 30 Jahren zu einem Routineverfahren entwickelt hat, wird anstelle des Röntgenfilms eine Leuchtstoff- oder Speicherfolie benutzt, von der das Signal direkt nach der Belichtung mittels Laserabtastung digitalisiert wird. Durch den Einsatz der digitalen Flachdetektoren konnte bei gleicher Bildqualität die Dosis für den Patienten nochmals deutlich gesenkt werden.